das tante mathilda p.r.o.j.e.k.t.

das tante mathilda p.r.o.j.e.k.t.

 
   
   
 

texte




papier


was willst du mit papier wenn du nichts zu sagen hast? du sammelst und du sammelst doch das sammeln macht keinen spaß. die zündende idee, die das blatt mit leben füllt, lässt wie immer auf sich warten und zermürbt deine geduld.


der kampf war hart und bitter doch die Toten sind gezählt. die disziplinen mannigfaltig doch das endergebnis quält, denn was zählt steht unterm strich- oder wie heißt es doch gleich? vergiss den pinsel und den rest, denn dein papier bleibt weiß!


die welt ist voll von neuem aber nichts davon ist deins. wie schal deine gedanken (von wegen) leichtigkeit des seins, du schwangst deinen pinsel im eifer des gefecht ließt die saiten dumpf erbeben und schriebst du seist im recht






könig


schön hab ich es doch hier oben es ist warm und es ist weich und das essen kommt geflogen hier in meinem kleinen reich und ihr schaut mir in die augen lest dort meine wünsche ab, denn hier oben bin ich könig und ich schau auf euch herab. ich kann lärmen, ich kann schreien und sofort eilt ihr herbei, das es mir an nichts ermangelt schuftet ihr die ganze zeit. doch dann sehe ich euch ziehen wie ihr in die ferne fliegt

und so langsam keimen fragen was wohl dort alles geschieht. nein. hier oben bin ich könig ja hier oben geht’s mir gut und wenn ich in die tiefe blicke verlässt mich wieder der mut. ich bin noch nichtmals erster werde nicht der letzte sein, es ist alles ganz natürlich reden sie mir alle ein.


meine augen folgen lange jenen punkten die ihr macht, wenn ihr vor dem blau verschwindet manchmal träume ich des nachts. wie es wär mit euch zu ziehen alles selbst einmal zu sehen und dann krabbel ich zum abgrund doch dann bleib ich wieder stehen, viel zu lange seid ihr fort und ich starre übern rand und dort sehe ich den abgrund und so starr ich wie gebannt, doch ich kann den schritt nicht machen. nein! ich stürz mich nicht hinab!

denn hier oben bin ich könig und ich mag es wie gehabt! nein. hier oben bin ich könig ja hier oben geht’s mir gut und wenn ich in die tiefe blicke verlässt mich wieder der mut ich bin noch nichtmals erster werde nicht der letzte sein, es ist alles ganz natürlich reden sie mir alle ein


und ich dreh zu dir den rücken denn ich hätte nicht gedacht, das meine mich liebende mutter mit mir so etwas macht. die panik in den augen und der schrei aus vollem hals, stürz ich rasend in die tiefe hose voll im freien fall, der wind reißt an den federn und das ende ist so nah, die  jagdgründe sind meine es wird nichts mehr wie es war. resigniert spreiz ich die flügel und wer hätte es gedacht? nicht die erste- nicht die letzte die die ersten schritte macht






hut


das packst du nicht, das war mir klar, die wahrheit ist zu hart. der vagabund ist festgefahren und vollkommen erstarrt. die reden sind groß, die taten sind klein, rebell schreit jede pore. das rückgrat schwach, die angst steckt tief selbst hinterm eigenen tore. die schale bleibt weich trotz nadeln und faden, der schimmel steht dir gut. es wird immer weniger und wechselt die farbe, am liebsten trägst du hut


das segelschiff, der landstreicher und du hasst die romantik? die gläser halbvoll, die gabeln halbleer, das märchenkonstrukt schlampig, dir fehlt der grund und die substanz, dein eigenheim aus karten. du pisst dir selbst ans fundament, jetzt musst du nur noch warten. die schale bleibt weich trotz nadeln und faden, der schimmel steht dir gut. es wird immer weniger und wechselt die farbe, am liebsten trägst du hut






limettenduft


ne leichte briese, limettenduft

rum, rohrzucker, cola, sonnencreme in der luft

sand auf dem handtuch, stört nur gering

ihr erzählt euch geschichten, im hintergrund swing

ein eiskalter blick - Ihre miene gefriert

zu dünnes eis – du weißt nicht was passiert

jeden moment explodiert der vulkan

dabei hast du das gleiche wie immer getan

doch sie brodelt und blubbert, gleich geht sie hoch

kalt / nass sind die bäche –du siehst dich bedroht


die bäche sind salzig, die quellen bei ihr

verwirrendes wesen - spielt sie mit dir?

die geister die du riefst haben schwäche gewittert

die abgründe tief, palisaden zersplittert

der panzer zertrümmert und was übrig bleibt

ein wimmerndes wesen das diese zeilen schreibt

jeden moment explodiert der vulkan

dabei hast du das gleiche wie immer getan

doch sie brodelt und blubbert, gleich geht sie hoch

kalt / nass sind die bäche –du siehst dich bedroht






schluss


es beißt in der nase. es brennt in den augen. es hängt in der luft. was ist los mit dir?

wir haben dran gerochen und woche um woche fraß das erbrochene sich durch das papier!

ein lächeln, ein witz- reine freundlichkeit. verschlägt dir den atem- zum lieben bereit.


dein herz bricht mir mitten ins gesicht

die wange zieht. der speichel fließt

die säure steigt. gleich ist es soweit

dein herz bricht mir mitten ins gesicht


es beißt in der nase. es brennt in den augen. es hängt in der luft. was ist los mit dir?

wir haben dran gerochen und woche um woche fraß das erbrochene sich durch das papier!

die fixe idee deiner vorstellungskraft. entlädst du auf mir wie magensaft


dein herz bricht mir mitten ins gesicht

die wange zieht. der speichel fließt

die säure steigt. gleich ist es soweit

dein herz bricht mir mitten ins gesicht


du bist es los- jetzt  liegt’s bei mir

du fühlst dich befreit- ich mich beschmutzt

schluss!

 

und der freie fall...





09.04.2016


format

mc  (100er auflage)

cd   (100er auflage)


label

my delight records

raccoone records


aufnahmen

volker & jannik @ deutsche pop


artwork

lotte lindex & linsenart

 

konzerte




21.05.2016    leverkusen, kulturausbesserungswerk

05.05.2016    düsseldorf, cafe freiraum

09.04.2016    düsseldorf, ak47

30.03.2016    wuppertal, bürgerbahnhof vohwinkel

 

kontakt




dastantemathildaprojekt@gmail.com

dtmp@gmail.com





webseite:

christian sahnen

kiefernstraße 23

40233 düsseldorf




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